Amberg will das Tübinger Modell

Die Stadt Amberg hat sich offiziell für die Umsetzung des sogenannten „Tübinger Modells“ bei der Staatsregierung beworben. Mit dem Modell sollen der Einzelhandel, die Gastronomie und körpernahe Dienstleistungen wieder öffnen können. Nutzen kann das dann derjenige, der einen tagesaktuell negativen Test vorweisen kann.

Die baden-würtembergische Stadt Tübigen hat es vorgemacht: Dort kann man die Geschäfte, Dienstleiter, Restaurants und Cafes der Innenstadt nutzen, wenn man negativ getestet ist. Zwar weiterhin mit Maske und Abstand, aber immerhin. Die Unternehmer machen wieder Umsätze, die Kunden bekommen ein Stück Normalität zurück – und durch die Tests werden Infektionsketten durchbrochen, die Inzidenzzahlen sinken. Nun will Bayern dieses Konzept ebenfalls testen – in wenigen ausgewählten Modellregionen.

Das Tagesticket in Tübingen.

Genau dafür hat sich Amberg nun beworben. Oberbürgermeister Michael Cerny hat die Bewerbung bereits verschickt. Doch das Stadtoberhaupt hat nicht nur den Handel und die Gastronomie im Blick – er hat sich gleich noch für ein ähnliches Testmodell für den Freizeitsport (egal ob im Fitness-Studio oder im Verein) beworben! Würde Amberg bei den Bewerbungen zum Zug kommen, hätte man auf einen Schlag ein großes Stück mehr Normalität im Alltag zurück. Auch der Landkreis Amberg-Sulzbach ist optional eingeplant, sozusagen als erweiterte Modellregion. 

Allerdings ist Amberg mit seiner Bewerbung in der Region nicht allein: Auch Schwandorf und ein Verbund aus den Kommunen Stadt Weiden, Kreis Neustadt und Kreis Tirschenreuth möchten Modellregion werden. Eine Entscheidung darüber, welche Regionen das Modell testen dürfen, soll in der kommenden Woche fallen. 

So funktioniert das Tübinger Modell