Kategorie: Rathaus

Benachrichtigungen zum Bürgerentscheid werden versandtBenachrichtigungen zum Bürgerentscheid werden versandt

Am Sonntag, 24. Juli 2022, findet der Bürgerentscheid „Kein Hotelanbau mit Veranstaltungssaal-Neubau im Landschaftsschutzgebiet am Mariahilfberg“ statt. Für diesen Urnengang wird den Bürgerinnen und Bürger derzeit ihre Wahlbenachrichtigung zugestellt.

„Im Rahmen des Bürgerentscheids können die Ambergerinnen und Amberger im Kern darüber abstimmen, ob das laufende Bebauungsplanaufstellungsverfahren ‚Sanierung und Erweiterung der Gaststätte auf dem Mariahilfberg‘ weitergeführt oder beendet werden soll“, erläutert Wahlleiter Dr. Bernhard Mitko, Rechtsreferent und berufsmäßiger Stadtrat der Stadt Amberg. Auch wenn dabei Briefwahl natürlich möglich sei, sollten die Bürgerinnen und Bürger dazu am besten persönlich das auf der Benachrichtigung angegebene Wahllokal aufsuchen.

„Diese Form, sein Stimmrecht auszuüben, bietet für die Bürgerinnen und Bürger viele Vorteile“, betont der stellvertretende Wahlleiter und Leiter des städtischen Einwohneramtes Martin Schafbauer. Nicht nur, dass man am Wahltag selbst und damit bestens informiert seine Stimme abgeben könne und das Wahlgeheimnis zuverlässig sichergestellt sei. Dank kurzer Wege und der Tatsache, dass Papiermüll vermieden wird, handle man dadurch auch umweltbewusst. Hinzu komme, dass Druck- und Portokosten vermieden werden, kein Postwegrisiko bestehe und auch kaum die Gefahr, dass der Stimmzettel ungültig ist. Aufgrund barrierefreier Zugänge und eines Hygienekonzepts gebe es auch keinen weiteren Grund, nicht ins Wahllokal zu kommen, so Schafbauer

Der städtische Rechtsreferent und Wahlleiter Dr. Bernhard Mitko, 2. Bürgermeister Martin Preuß und Einwohneramtsleiter sowie stellvertretender Wahlleiter Martin Schafbauer (v.l.n.r.) machten darauf aufmerksam, dass die Benachrichtigungen für die Abstimmung aktuell an die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger versandt werden.

Stimmberechtigte Ambergerinnen und Amberger werden daher gebeten, ihre Post in den nächsten Tagen sorgfältig zu prüfen. Bis spätestens 2. Juli müsste die Wahlbenachrichtigung bei ihnen eingegangen sein.

„Bitte machen Sie sich im Vorfeld mit dem Sachverhalt vertraut und beteiligen Sie sich an der Abstimmung“, appelliert Bürgermeister Martin J. Preuß bei dieser Gelegenheit an alle Einwohnerinnen und Einwohner, die zur Teilnahme an dem Entscheid berechtigt sind.

Hinweis: Dieser Musterstimmzettel dient ausschließlich für Sie zur Vorbereitung und kann nicht direkt für die Abstimmung verwendet werden. Das Original des Stimmzettels erhalten Sie am Wahltag in Ihrem Wahllokal oder nach Anforderung von Briefwahlunterlagen.

Um einen Überblick über das seit 2019 laufende Verfahren zu bekommen, stellt die Stadt Amberg die Historie und die im Ratsinformationssystem stets aktuell hinterlegten Beschlussunterlagen kompakt als Anlage zur Wahlbenachrichtigung zur Verfügung.

Die Informationen können darüber hinaus aber auch inklusive der Entwürfe von ersten Plänen, Ansichten und weiteren Details unter www.amberg.de/buergerentscheid gebündelt im Internet eingesehen werden. Auch ein Musterstimmzettel zur eigenen Vorbereitung sowie Informationen zu den Gültigkeitsvoraussetzung eines Bürgerentscheids und die Erläuterung von Rechtsfolgen können in der Anlage zur Wahlbenachrichtigung und auf der städtischen Website nachgelesen werden.

Stimmungs-Check
INFO: SO STIMMEN SIE RICHTIG!
FRAGESTELLUNG: Sind Sie gegen einen Hotelanbau mit Veranstaltungssal-Neubau im Landschaftsschutzgebiet am Mariahilfberg 2 (Fl.Nr. 2271, Gemarkung Amberg)?

JA bedeutet:
  • Der geplante Bebauungsplan kann nicht umgesetzt werden
  • Der Anbau kann nicht genehmigt werden
  • Die Sanierung liegt vorerst auf Eis, da der mögliche Investor dafür nicht zur Verfügung steht

Nein bedeutet:
  • Der geplante Bebauungsplan kann genehmigt werden
  • Das bestehende Gebäude kann erweitert werden
  • Die jetzige Bergwirtschaft kann saniert werden
Zusammenfassung

JA bedeutet: Keine Erweiterung, kein Anbau und (vorserst) keine Sanierung

NEIN bedeutet: Die Sanierung und Erweiterung kann in Angriff genommen werden
Der aktuelle Stand

Ein kleines Hotel soll am Fuße der Bergkirche die bereits bestehende Wirtschaft ergänzen und das Projekt wirtschaftlich tragfähig machen. Zwanzig Zimmer sollen entstehen, die, wie auch ein neuen Veranstaltungssaal in den Berg hineingenbaut werden soll. Von der Stadt aus wäre, so Architekt Georg Zunner, Investor Michael Fellner und Baureferent Markus Kühne unisono, beinahe nichts davon zu sehen. Gegenüber den ersten Plänen wurde der Anbau nun um einen Winkel von 15° gedreht. So rückt das Gebäude weiter von der Bergkirche ab – kleine Ursache, große Wirkung: Erstmals wäre so ein barrierefreier Weg um die Wallfahrtskirche herum möglic. Und auch eine öffentlich Aussichtsplattform ist geplant. Dort können die Amberger dann den Blick auf ihre Stadt ganz ohne Verzehrpflicht im Wirtshaus genießen. Auch diese Plattform soll barrierefrei werden.  

Mit nur einer Gegenstimme befürwortete der Stadtrat diesen Entwurf. Die Weiterverfolgung des Bebauungsplanverfahrens mit denen neuen Ideen wurde abgesegnet, allerdings vorerst nicht weiterverfolgt. Grund für diese unfreiwillige Pause ist die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Regensburg vom 28. April diesen Jahres: Das Gericht stimmte der Ansicht der Stadt Amberg, die Begründung für das Bürgerbegehren sei eine “Täuschung des Wählers”, nicht zu. Die “IG Berg” hatte bis Anfang 2020 insgesamt 3234  Unterschriften für das von ihr angestrebte Bürgerbegehren  gesammelt und an die Stadt übergeben. der Stadtrat allerdings lehnte die Durchführung des Begehrens mit 30:8 Stimmen  ab. In der damaligen Beschlussvorlage wurde deutlich, dass die Stadtverwaltung in der Formulierung des Begehrens eine Wählertäuschung vermutet. 

FAQs zum Bürgerentscheid

JA! Die Abstimmung ist auch per Briefwahl möglich. Die dazu nötigen Unterlagen können hier angefordert werden: https://serviceportal.komuna.net/iws_IWS/start.do?mb=9361000

Das Bürgerbegehren wäre im Sinne der Antragsteller erfolgreich, wenn

  • die Mehrheit der Wähler und Wählerinnen gültig mit „JA“ stimmt und gleichzeitig
  • diese Mehrheit mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten entspricht (= rd. 6.800 Wähler und Wählerinnen).

Würde die Mehrheit der Wähler und Wählerinnen gültig mit „Nein“ stimmen oder das Quorum von 20 Prozent nicht erreicht werden oder bei Stimmengleichheit, wäre das Bürgerbegehren nicht erfolgreich. (Art. 18 a Abs. 12 Gemeindeordnung)

Der Bürgerentscheid hat die Wirkung eines Stadtratsbeschlusses und bindet den Stadtrat ein Jahr lang. Innerhalb eines Jahres kann der Bürgerentscheid – ohne wesentliche Änderung der dem Bürgerentscheid zugrunde liegenden Sach- und Rechtslage - nur durch einen neuen Bürgerentscheid abgeändert werden (Art. 18 a Abs. 13 Gemeindeordnung).

Findet das Bürgerbegehren die notwendigen Mehrheiten, wäre das am 16.12.2019 begonnene Aufstellungsverfahren des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Amberg AM 153 „Sanierung und Erweiterung der Gaststätte auf dem Mariahilfberg“ ohne weitere Beschlussfassung automatisch beendet.

Wäre das Bürgerbegehren dagegen erfolgreich, könnte das Verfahren für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan als offener Prozess mit den bisher bekannten Eckdaten weitergeführt und die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen müssten innerhalb des laufenden Verfahrens unter Berücksichtigung von ggf. notwendigen Gutachten durch den Stadtrat öffentlich abgewogen und entschieden werden.

Nein. Die Pläne sind noch nicht final und müssen erst noch Gutachtern und dem Stadtrat vorgelegt werden.

Nein. Derzeit steht kein anderer Investor zur Verfügung - weder für eine Sanierung noch für eine andere Form des Ausbaus. 

Nein. Derzeit sind die Zufahrtstraße, der Platz an der Loretto-Kapelle und vor der Bergkirche nicht Gegenstand der Planung und sollen auch nicht verändert werden..

Nein. Die Stadt ist nicht Eigentümer der Immobilie oder des Grundstücks und kann die Pläne lediglich genehmigen oder ablehnen. Inhaber ist die kath. Filialkirchenstiftung "Mariahilfberg-Kirchenstiftung". Diese hat die aktuelle Planung in einem Wettbewerb favorisiert.  

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Zu viele Krankheitsfälle: (fast) nichts geht mehr im Standesamt!Zu viele Krankheitsfälle: (fast) nichts geht mehr im Standesamt!

Standes- und Friedhofsamt von vielen Personalausfällen betroffen – Bis 20. Mai weder persönlicher noch telefonischer Kontakt möglich – Eingeschränkte Erreichbarkeit per E-Mail

Die Stadt Amberg macht darauf aufmerksam, dass das städtische Standes- und Friedhofsamt aufgrund vermehrter Krankheitsausfälle nur noch mit wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt werden kann. Aus diesem Grund muss in dieser Abteilung ab Mittwoch, 11. Mai, bis einschließlich Freitag, 20. Mai, der Parteiverkehr komplett eingestellt werden.

Auch telefonisch ist das Standesamt in diesem Zeitraum nicht erreichbar. Lediglich über die E-Mail-Adresse Standesamt@Amberg.de ist in eingeschränkter Form ein Kontakt möglich. Von Anfragen etwa nach dem Zeitpunkt, an dem Urkunden übermittelt werden können, bittet die Stadt Amberg abzusehen.

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Ab 2. Mai: einwöchige RattenbekämpfungAb 2. Mai: einwöchige Rattenbekämpfung

Befallene Grundstücke sind zu melden – Biologische Mittel im Einsatz

In der Woche von Montag bis einschließlich Freitag, 2. bis 6. Mai 2022, findet im Stadtgebiet eine Rattenbekämpfungsaktion statt. Zweimal pro Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst, wird in Amberg eine derartige Maßnahme durchgeführt, um die Zahl der lästigen Nager möglichst einzudämmen.

Aus diesem Grund sind jedes Mal auch die Bürgerinnen und Bürger dazu verpflichtet, einen möglicherweise in ihrem Privatbereich festgestellten Rattenbefall zu melden. Ist ein Grundstück oder Gebäude betroffen, so wird es in die allgemeine Bekämpfungsaktion mit einbezogen. Meldungen nimmt das Amt für Ordnung und Umwelt der Stadt Amberg, Herrnstraße 1-3, 2. Stock, Zimmer 206/207, während des Aktionszeitraums unter Telefon 10-1306 oder 10-1360 entgegen.

Auch wenn es nach dem Auslegen der Köder erneut zu einem Rattenbefall kommen sollte, ist das Amt unverzüglich zu verständigen. Sollte es für die Nachschau erforderlich sein, so sind den Rattenbekämpfern sämtliche Grundstücke und Gebäude zugänglich zu machen. Ebenso müssen verschlossene Behälter geöffnet, Untersuchungen erlaubt und Auskünfte erteilt werden.

Im Rahmen der Maßnahme werden ausschließlich Rattenbekämpfungsmittel verwendet, die von der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig geprüft und zugelassen sind. Dennoch haben die beauftragten Rattenbekämpfer und Grundstücksbesitzer dafür zu sorgen, dass bei dieser Aktion keinesfalls Menschen oder Tiere gefährdet beziehungsweise in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden können.

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Behinderung in der Hans-Sachs-Straße von 29. April bis 13. MaiBehinderung in der Hans-Sachs-Straße von 29. April bis 13. Mai

Die Stadt Amberg weist darauf hin, dass die Hans-Sachs-Straße/Ecke Pfistermeisterstraße von Freitag, 29. April, bis voraussichtlich Freitag, 13. Mai 2022, halbseitig gesperrt ist. Grund hierfür ist die Errichtung einer Straßenbeleuchtung. Die Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar. Es muss jedoch mit kurzzeitigen Behinderungen gerechnet werden.

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Bauarbeiten am Vilssteg im Stadtgraben beendetBauarbeiten am Vilssteg im Stadtgraben beendet

Überweg ab sofort wieder zur Benutzung freigegeben – Auch Gedenktafel für Klaus-Peter Beer bereits installiert

Rechtzeitig zum ersten wichtigen Veranstaltungssonntag des Jahres in der Amberger Altstadt hat sich ein lange gehegter Wunsch vieler Ambergerinnen und Amberger erfüllt: Der Vilssteg im Stadtgraben beim Englischen Garten, der aufgrund von Sicherheitsmängeln dringend runderneuert werden musste, ist fertig und wieder zur Benutzung freigegeben. Der Steg misst insgesamt 25,5 Meter und überspannt auf einer Länge von 13 Metern die Vils.

Für den Fall extremen Hochwassers ist der Überweg so im Boden verankert, dass er nicht aufschwimmt, sondern vom Wasser überströmt wird. Die tragende Stahlkonstruktion des 1971 erbauten Steges war im Gegensatz zu den vermorschten Holzteilen in einem guten Zustand. Sie konnte daher erhalten bleiben und wurde nur mit einem verbesserten Korrosionsschutz versehen sowie neu beschichtet. Das Geländer wurde nicht mehr wie bisher in Holz hergestellt, sondern durch eine Konstruktion in filigranerer Stahlbauweise ersetzt.

Anstelle von Holzbohlen wurde ein rutschfester Belag angebracht. Nachdem die ausführende Stahlbaufirma ihren Auftrag konkursbedingt nicht mehr erfüllen konnte, wurden die verzinkten Stahlteile aus der Konkursmasse angekauft. Die Rostschutz-, Anstrich- und Montagearbeiten wurden von Mitarbeitern des städtischen Betriebshofs erledigt. Die Edelstahlhandläufe steuerte ein Schlosserteam aus dem Klärwerk Theuern bei. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung belaufen sich auf 73.000 Euro.

Ebenfalls im Zuge der Fertigstellung neben dem Vilssteg installiert wurde die von den im Stadtrat der Stadt Amberg vertretenen Gruppierungen gemeinsam beschlossene Gedenktafel für Klaus-Peter Beer. Beer war am 7. September 1995 aufgrund seiner sexuellen Orientierung Opfer einer rechtsextrem motivierten Gewalttat geworden und ist an dieser Stelle des Stadtgrabens verstorben. Die Tafel erinnert nun an diesen grausamen Mord und „gemahnt uns, für die im Grundgesetz festgeschriebenen Menschenrechte sowie die auf dem nebenstehenden Wegweiser genannten Werte einzutreten und die freiheitlich-demokratische Grundordnung gegen ihre Feinde zu verteidigen.“

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Junge Ideen und Vorschläge gesuchtJunge Ideen und Vorschläge gesucht

 Die Stadt Amberg lädt unter dem Motto „Sei AM Drücker“ 12- bis 18-Jährige zum Kommen ein

Unter dem Motto „Sei AM Drücker“ lädt die Jugendhilfeplanung der Stadt Amberg künftig junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren zu Workshops ein. Ziel ist es, möglichst viele Ideen und Vorschläge zu sammeln und das Projekt jedes Jahr in zwei Stadtteilen durchzuführen. Den Auftakt machen am Freitag, 6. Mai, die Jugendlichen der Innenstadt und des Eisbergs im Ringtheater. Eine Woche später am 13. Mai werden junge Menschen aus dem Demonstrativprogramm und dem Sebastiansviertel im Pfarrsaal St. Michael willkommen geheißen.

Beide Veranstaltungen beginnen um 15 Uhr und enden spätestens um 19.30 Uhr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich vor Ort in Form von Workshops beteiligen und dabei ihre persönlichen Wünsche und Ideen für ihren Stadtteil einbringen. Der Kreativität der jungen Menschen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Vorschläge werden bereits im Rahmen der Veranstaltung den verantwortlichen Personen aus Politik und Verwaltung vorgestellt.

Dieser direkte Kontakt macht deutlich, dass ihre Anliegen ernst genommen werden und die Verantwortlichen sich mit den Bedürfnissen der Jugend auseinandersetzen. Anschließend werden die Themen von der Jugendhilfeplanung weiter bearbeitet. Gemeinsam mit der Politik und der jungen Bevölkerung sollen die bei den Veranstaltungen gesammelten Ideen schließlich umgesetzt werden. Die Beteiligung junger Menschen ist ein wichtiger Aspekt familienfreundlicher Kommunen und wird durch die Änderungen der SGB VIII-Reform weiter gestärkt.

Dank der finanziellen Unterstützung durch das Projekt „Demokratie leben!“ und der Lockerungen im Rahmen der Coronapandemie ist es möglich, das ursprünglich für 2021 geplante Projekt nun in Angriff zu nehmen. Jeder, der mitmacht, erhält beim Eintritt ein Losticket und nimmt an einem Gewinnspiel teil. Noch am selben Abend werden vor Ort die Gewinne verlost. Als Preise warten unter anderem eine Amberger Erlebnisbox in Wert von ca. 150 Euro und ein Spotifygutschein. Auch für das leibliche Wohl ist bei diesen Veranstaltungen mit kostenlosen Getränken, Popcorn und Pizza bestens gesorgt.

Auf der Jugendhomepage www.seiamdruecker.wordpress.com erhalten die jungen Menschen weitere Informationen zu diesem Projekt und können verfolgen, was mit ihren Wünschen und Ideen passiert. Dazu steht ihnen außerdem die Jugendhilfeplanung der Stadt Amberg unter der Mailadresse jugendhilfeplanung@amberg.de zur Verfügung.

Das Projekt „Sei AM Drücker“ wird von der Jugendhilfeplanung, namentlich von Sibylle Vinzens und Nadine Gräml, im Rahmen ihrer Gesamt- und Planungsverantwortung durchgeführt. Gemeinsam mit der Sachgebietsleiterin der Kommunalen Jugendarbeit Katrin Cislaghi und der Geschäftsführerin des Stadtjugendrings Marlen Duschner wollen sie damit die Partizipation der jungen Bevölkerung fördern. Die Entwicklung der fachlichen Empfehlungen ist zusammen mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach erfolgt. Daher lehnt sich das Projekt „Sei AM Drücker“ an das Projekt „Sag wAS“ des Landkreises an.

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Menschen aus der Ukraine benötigen dringend einen sicheren HafenMenschen aus der Ukraine benötigen dringend einen sicheren Hafen

Genügend Wohnraum zu finden daher zunächst das drängendste Problem – Appell an die Wirtschaft

Allen Helferinnen und Helfern danke zu sagen, vor allem aber auch gemeinsam zu überlegen, was noch getan werden kann, um die richtigen Weichen für die Aufnahme und Integration der ukrainischen Flüchtlinge in Zukunft zu stellen, war der Anlass für ein Zusammentreffen von CSU-Landtagsabgeordnetem Dr. Harald Schwartz, Oberbürgermeister Michael Cerny,  dem stellvertretenden Sozialreferenten und Jugendamtsleiter der Stadt Amberg Thomas Boss sowie Alona Baumbach, die stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Unterstützer aus allen Bereichen eingeladen war.

Frau Baumbach hatte die Menschen, die aufgrund des Krieges aus ihrem Heimatland fliehen mussten, von Anfang an begleitet und konnte auch aus ihrer eigenen Erfahrung Tipps und Hinweise geben, was bei der weiteren Planung berücksichtigt werden sollte. Aber auch OB Michael Cerny und Thomas Boss konnten bereits wichtige Erkenntnisse beisteuern, die man in der jetzigen Situation hatte sammeln können. So habe sich relativ schnell gezeigt, dass es sich bei einem Großteil der Neuankömmlinge um Kinder handle, die – auch aufgrund der traumatischen Erlebnisse – dringend einer Betreuung bedürfen.

Dabei werde es nicht einfach, die Kinder in den Kindertageseinrichtungen und Schulen aufzunehmen, zumal gerade in Sachen Kinderbetreuung schon jetzt eine Lücke vorhanden ist. Oberbürgermeister Michael Cerny gab deshalb seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Betreuungsschlüssel temporär angehoben wird, um eine Eingliederungsmöglichkeit für die Kinder zu schaffen. „Nur dann gelingt es uns, sie in den bestehenden Einrichtungen unterzubringen – eine große Herausforderung, die aber auch Chancen eröffnet“, so der Amberger OB.

Alona Baumbach riet weiter dringend davon ab, sogenannte Welcome-Klassen einzurichten, in denen die ukrainischen Kinder separat unterrichtet würden und zum Großteil unter sich seien. „Integration funktioniert nur, wenn die Kinder einzeln in bestehende Klassen eingegliedert werden“, betonte sie, wie die beiden anwesenden Politiker wohl wissend, dass damit weitere Herausforderungen verbunden sind. Die Frage des Landtagsabgeordneten Dr. Schwartz, was jetzt als drängendste Maßnahme in Angriff genommen werden müsste, beantwortete sie mit dem Hinweis auf die seelischen Nöte der jungen Geflüchteten.

„Viele von ihnen sind alleine oder nur mit ihren älteren Geschwistern gekommen, weil die Eltern das Land nicht verlassen dürfen. Sie sind daher voller Angst und brauchen schnell einen sicheren Hafen“, erläuterte die gebürtige Ukrainerin, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland und Amberg lebt. Ein Ziel müsse es daher sein, schnell die Verbindung zu den Amberger Vereinen herzustellen, denn Sport verbindet und kann so manche Sprachbarriere überwinden.

Auch die Kirchen, allen voran die Paulaner- und die israelitische Kultusgemeinde, haben nach den Worten von Alona Baumbach bereits Verantwortung übernommen und Familien zu sich geholt. Zudem sei auch die Bereitschaft in der Bevölkerung, die aus der Ukraine geflohenen Menschen bei sich aufzunehmen, beispiellos und nicht hoch genug zu bewerten, machte Thomas Boss in diesem Zusammenhang deutlich. Die Tatsache, dass viele zwangsläufig nur eine Übergangslösung bieten könnten, mache es aber notwendig, mittelfristig neue Unterkunftsmöglichkeiten für sie zu schaffen.

Inzwischen hat die Stadt Amberg bereits rund 200 Menschen registriert, die in solchen privaten Unterkünften untergebracht sind. Die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen der Behörde jedoch noch weitaus höher. Hinzu kommen nun die Flüchtlinge, die am vergangenen Samstag und Montag mit Bussen von Regensburg nach Amberg gekommen sind. „Für sie muss nun möglichst schnell Wohnraum gefunden werden“, betonte Thomas Boss und sprach damit eines der drängendsten Probleme an, vor denen die Behörden aktuell stehen.

Ein weiteres Anliegen war es Dr. Harald Schwartz, den geflohenen Erwachsenen möglichst rasch einen Arbeitsplatz anbieten zu können. „Unsere Unternehmen suchen händeringend Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildende. Sie sollten daher aktiv auf die Menschen zugehen und sich den Menschen aus der Ukraine vorstellen“, appellierte er an die Wirtschaft, die Initiative zu ergreifen. Gemeinsam entwickelte sich die Idee, unter der Leitung der IHK, der Handwerkskammer und der Arbeitsagentur eine Jobbörse auf die Beine zu stellen, um die Kontakte möglichst rasch herstellen zu können.

Parallel dazu werden derzeit bei der Stadt Amberg die Strukturen geschaffen, um den Geflüchteten Unterstützung auf allen Ebenen zu leisten. „Deshalb wäre es jetzt ganz besonders wichtig, dafür die finanzielle und personelle Ausstattung zu bekommen“, verdeutlichte Oberbürgermeister Michael Cerny und verwies darauf, dass die aktuell mit dieser Aufgabe betrauten Beschäftigten der Stadt Amberg bereits bis zum Anschlag im Einsatz sind. „Jetzt liegt es an der Politik, dafür zu sorgen, dass die Hilfe auch leistbar ist und bleiben kann“, ergänzte der Landtagsabgeordnete der CSU.

Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Bayerische Staatsregierung für die Flüchtlingsunterbringung eine Milliarde Euro bereitgestellt habe, wobei diese Angelegenheit in die originäre Zuständigkeit des Bundes falle. „Ich erwarte mir daher eine Erstattung der Finanzmittel durch die Bundesregierung“, bekräftigte Dr. Schwartz und richtete in diesem Zusammenhang ein umfassendes Dankeschön an die Kommunen, die vor Ort die ganze Arbeit zu schultern hätten.

Alle Anwesenden nahmen diesen Hinweis zum Anlass, Andrea Schröther, Koordinatorin für kommunale Integrationspolitik bei der Stadt Amberg, und ihrer Kollegin Ramona Lettner nochmals namentlich für ihren Einsatz zu danken. „Sie haben in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen wirklich Großartiges geleistet“, konstatierten übereinstimmend Alona Baumbach und Oberbürgermeister Michael Cerny, bezogen aber auch alle weiteren Helferinnen und Helfer in dieses Dankeschön mit ein.

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VHS-Vortragsreihe über die E-MobilitätVHS-Vortragsreihe über die E-Mobilität

Mobilitätsberater hinterfragt die ökologischen Chancen – Anmeldung erforderlich

Im Rahmen der Vortragsreihe „Grundlagen der E-Mobilität“ in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsberater Paul Saxa wird es an der Volkshochschule Amberg am Freitag, 8. April 2022, um das Thema “Die ökologischen Chancen der E-Mobilität” gehen. An diesem Abend sollen bestehende Vorurteile gegenüber der E-Mobilität kritisch hinterfragt werden.

Rohstoffgewinnung und Akku-Entsorgung sind nur zwei Beispiele für teils hitzig geführte Debatten zur Elektromobilität. Wie sieht es aber mit Alternativen aus? Welche Potentiale sind hier erkennbar? Diese und weitere Fragen sollen diskutiert werden. Paul Saxa hat bereits vor Jahren selber den Sprung in die Elektromobilität gewagt und fährt nur noch elektrische PKWs. Als Mobilitätsberater sieht er klar die Vorteile dieser Technologie im Alltag.

Die Veranstaltung findet im Vortragssaal der VHS Amberg, Zeughausstr. 1a, 92224 Amberg, statt. Die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Regeln sind zu beachten. Soweit hier Nachweise benötigt werden, sind diese am Kursabend vorzulegen.

Eine Anmeldung ist telefonisch (09621 10-1238, 10-1868, 10-1340), per E-Mail (vhs@amberg.de) oder online (www.vhs.amberg.de) unter der Kursnummer AF0109 möglich. Termin: Freitag, 08.04.2022, von 19 bis 20:30 Uhr. Thema: Die ökologischen Chancen der E-Mobilität. Gebühr: 12 Euro.

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