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Uwe Pihsowotzki neuer Leiter der Seniorenzentren Bürgerspital und Heilig-Geist-StiftUwe Pihsowotzki neuer Leiter der Seniorenzentren Bürgerspital und Heilig-Geist-Stift

Seit 1. Februar steht die Bürgerspitalstiftung bzw. deren gemeinnützige Träger-GmbH mit ihren beiden Seniorenzentren Heilig-Geist-Stift und Bürgerspital unter neuer Leitung. Neuer Geschäftsführer und damit Leiter von zwei Altenheimen sowie einer Pflegeambulanz und einer Tagespflege ist Uwe Pihsowotzki, den Oberbürgermeister Michael Cerny jetzt im Beisein des Prokuristen Martin Wittmann willkommen hieß und ihm viel Erfolg für seiner künftigen Aufgabe wünschte.

Uwe Pihsowotzki kommt ursprünglich aus der Wirtschaftsbranche, ist aber seit mehr als zwanzig Jahren im Sozial- und Gesundheitswesen tätig. Hier hat er sowohl in der Beratung als auch im operativen Bereich Verantwortung übernommen. Dabei verfügt Uwe Pihsowotzki über Erfahrungen in den wesentlichen Bereichen in der Pflege – ob stationär oder teilstationär, ambulant oder im betreuten Wohnen. Aber auch im Umfeld der Pflege wie etwa im Bereich Homecare und Intensivpflege konnte er bereits Erfahrungen sammeln.

„Die Situation im Gesundheitswesen ist von anhaltender Veränderung geprägt. Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben“, ist sich der neue Einrichtungsleiter sicher. Vor allem die bekannte Situation im Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbereich werde dabei zu einer Herausforderung für alle Akteure. „Vor diesem Hintergrund gilt es, dem Wandel offen gegenüberzustehen und ihn gestaltend anzunehmen“, macht er deutlich und gibt damit schon einmal den Takt für seine weitere Arbeit vor.

Beim Bürgerspital Seniorenzentrum handelt es sich um eine moderne Einrichtung, die auf Altersdemenz spezialisiert ist. Sie beherbergt 96 Wohn- und Pflegeplätze, eine Demenzwohngruppe mit zwölf Senioren sowie Plätze für Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Im Heilig-Geist-Stift, das ebenfalls nach modernen pflegerischen Gesichtspunkten errichtet wurde, sind 88 Wohn- und Pflegeplätze, eine Tagespflege mit 15 Plätzen sowie ebenfalls Kurzzeit- und Verhinderungspflegeplätze untergebracht. Die Bürgerspitalstiftung wird von der Stadt Amberg verwaltet.

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Brauerei Kummert spendiert das traditionelle LichtmessseidelBrauerei Kummert spendiert das traditionelle Lichtmessseidel

Seit dem 14. Jahrhundert gehört es zur guten Tradition der Bürgerspitalstiftung, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bürgerspitals und nach dessen Errichtung auch des Heilig-Geist-Stifts an Lichtmess 2. Februar ein Seidlein Bier zu spendieren.

Schon der Stiftungsgründer, der als „Ludwig der Bayer“ in die Geschichte eingegangene König und spätere Kaiser Ludwig IV., hatte erkannt, dass Bier ein „Lebenselixier“ sei und diesen schönen Brauch eingeführt.

„Bier war über lange Zeit vor allem ein sicheres Lebensmittel. Durch die Verwendung von Hopfen und den damals allerdings noch geringeren Alkoholgehalt war es in aller Regel gesünder, Bier statt Wasser zu trinken.“ Daran erinnerte Braumeister Franz Kummert, der die Gepflogenheit des „Lichtmesseidels“ auch in diesem Jahr fortführte und jedem Bewohner und jeder Bewohnerin ein Bierchen zukommen ließ.

Er wie auch Oberbürgermeister Michael Cerny, Geschäftsführer Uwe Pihsowotzki sowie Prokurist Martin Wittmann stießen ebenfalls auf das Wohl der Seniorinnen und Senioren an und bedauerten es sehr, dass diese nicht dabeisein konnten das Seidlein aufgrund Corona erneut auf ihren Zimmern genießen mussten. Sie hofften aber, dass es bald wieder möglich sein wird, diese Gelegenheit zum Anlass einer gemeinsamen Veranstaltung zu nehmen, wie es schon in der Vergangenheit gewesen war.

Dann freilich könnte es sogar doppelten Grund zum Feiern geben, nachdem die Brauerei Kummert die Tradition des Lichtmessseidels im Jahr 1996 vom Brauhaus Amberg übernommen hatte, die Möglichkeit, das 25-jährige Jubiläum zu begehen, jedoch von Corona verhindert worden war.

Der Lichtmesstag

Der Lichtmesstag hatte im Bauernjahr eine große Bedeutung. Er galt als Beginn des ländlichen Wirtschaftjahres. An diesem Tag wurde den Dienstboten ihr Jahreslohn ausgezahlt. Monatliche Gehaltsauszahlungen waren kaum üblich. Neben dem Erhalt des Geldes waren im Lohn andere materielle Güter inbegriffen, wie zum Beispiel Kleidung oder eben Bier.

Außer Zahltag war Maria Lichtmess auch der Tag des Dienstbotenwechsels. Den Mägden und Knechten war es freigestellt, an dem Hofe, an dem sie bis zum 2. Februar waren, für ein weiteres Jahr zu bleiben oder sich eine neue Arbeitstelle zu suchen. Wollte der Dienstbote kündigen, so konnte er dies mit den Worten „Bauer, wir zwei machen Lichtmess“ das Arbeitsverhältnis am Lichtmesstag beenden. Daraufhin wurde der Knecht oder die Magd dann ausgezahlt und erhielt vom Bauern sein „Verdingbuch“, eine Art Zeugnis und Beurteilung über seine Arbeit. Wollte der Bedienstete auf dem Hof bleiben, so wurde – meistens mündlich – ein neuer Vertrag abgeschlossen und der Dienstbote erhielt vom Bauern ein kleines Dinggeld, daher auch der Name „Ding- und Wechseltag“.

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